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# Damit soll die 1:30 fallen am Sonntag
- URL: https://max-effort-running.ghost.io/mein-race-setup-fur-die-1-30/
- Published: 2026-10-16T15:21:19.000Z
- Updated: 2026-10-28T16:24:33.000Z
- Description: Schuh, Outfit, Uhr und Verpflegung: alles, was am Sonntag beim Bottwartal-Halbmarathon mitläuft.
- Author: Maximilian Süß
- Tags: Equipment

Am Sonntag geht es beim Bottwartal-Halbmarathon um die 1:30\. In was für einem Outfit ich da aufkreuze, um beim Leiden vielleicht etwas stylisch auszusehen, zeig ich euch hier.

Schon mal eine wichtige Empfehlung vorab: Wenn ihr euch wie die meisten Leute spontan noch etwas vor dem Rennen zulegt, testet es unbedingt. Es gibt nichts Schlimmeres, als bei einem 190er Puls zu merken, dass die neuen schnellen Schuhe nicht richtig passen.

## Der Schuh: Nike Vaporfly 4

![Nike Vaporfly 4 Eliud-Kipchoge-Edition](https://storage.ghost.io/c/ad/d0/add0dcae-8879-47c3-a0b2-fd2c431ea24b/content/images/2026/10/IMG_2318-1-1.jpeg)

Mein Vaporfly 4 in der Eliud-Kipchoge-Edition

Am Sonntag laufe ich den Vaporfly 4\. Von allen Carbonschuhen, die ich bisher getestet habe, fühl ich mich mit dem einfach am besten. Ich bin ihn schon beim Silvesterlauf in Bietigheim über 10 Kilometer gelaufen und es fühlt sich wirklich surreal an, so einen Schuh am Renntag zu tragen. Mit so einem Schuh fühle ich mich immer noch mal 10 Sekunden schneller.

Mein Paar ist übrigens die Eliud-Kipchoge-Edition, mit seinem Motto „No Human is Limited“ auf der Sohle. Ich glaube, ein passenderes Paar gibt es für solche Läufe nicht.

Auch meinen ersten Marathon bin ich im Vaporfly gelaufen. Ehrlich gesagt war das nicht optimal: Der Schuh ist eher für schnelleres Tempo gebaut, und bei meiner Marathon-Pace spielt er seine Stärken noch nicht richtig aus. Für meinen Halbmarathon mit dem Ziel 1:30 ist er dagegen genau richtig.

Im Training nutze ich ihn nur selten, um nicht zu viele Kilometer draufzuhauen. Aber wenn, dann bockt das Training gleich mehr.

## Das Outfit

Auch bei um die 10 Grad laufe ich im Singlet, und zwar im Berlin-Edition-Singlet von DayOne. Das hatte ich schon beim Marathon und beim Backyard Ultra an, und ich kann es nur empfehlen. Für mich gibt es nichts Schlimmeres, als beim Laufen im Longsleeve zu merken, dass es nach zwei Kilometern dann doch zu warm ist.

Dazu eine kurze Hose mit Innenhose, die finde ich beim Laufen generell angenehmer. Und an den Füßen meine knallpinken Socken von Another Cotton Lab. Super Qualität, und die Farbe macht einen auch noch mal schneller.

## Die Uhr: Garmin Forerunner 965

Ich laufe ohne Alarme und ohne virtuellen Partner. Die Strecke kenne ich von letztem Jahr, und ich weiß ungefähr, welches Tempo ich laufen muss. Die Uhr gibt mir nach jedem Kilometer eine kurze Info, wie schnell er war. Das reicht mir.

Auf der Datenseite habe ich genau fünf Werte:

- Puls
- verstrichene Zeit
- Kilometer
- aktuelle Pace
- Durchschnittspace

Damit habe ich alles im Blick, was ich während des Rennens brauche.

Den Puls messe ich mit dem Herzfrequenzsensor von Coros am Oberarm statt mit einem Brustgurt. Er misst sehr genau und reagiert vor allem schnell auf Tempowechsel. Genau das habe ich beim Brustgurt früher vermisst.

## Verpflegung im Rennen

Etwa zehn Minuten vor dem Start nehme ich ein Gel, eher eins mit weniger Kohlenhydraten, rund 35 Gramm. Zur Sicherheit habe ich immer ein Gel mehr dabei als geplant. Im Optimalfall time ich meine Gels auf Kilometer 7 und 14, kurz vor oder nach den Verpflegungsständen.

Meine wichtigsten Tipps:

- **Gels immer mit Wasser.** So schlagen sie mir nicht auf den Magen. Deswegen nehme ich sie immer an den Verpflegungsstellen.
- **An jeder Verpflegungsstelle Wasser trinken und zum Kühlen benutzen.**
- **Salzkapsel zur Rennmitte.** Für alle, die auch viel schwitzen: Probiert es mal mit Salzkapseln. Die haben mir echt viel geholfen, vor allem beim Trollinger Marathon im Mai.

## Die zwei Tage davor

Zwei Tage vor dem Rennen fange ich mit dem Carb-Loading an: morgens mehr Haferflocken mit Honig, dazu viel Nudeln und viel Kartoffeln. Zwischendurch gibt es Reiswaffeln mit Honig und Trauben.

Am Renntag bin ich eher vorsichtig mit dem Frühstück und bleibe bei meinen Basics wie Reiswaffeln oder Toast mit Honig. Das muss aber jeder für sich selber rausfinden, im besten Fall im Training und nicht am Renntag.

## Rituale?

Feste Rituale habe ich keine. Ich laufe mich ein, je nachdem, wie ich mich fühle, und dehne mich ein bisschen dynamisch. Dann geht es los.

Wie das Setup am Sonntag funktioniert hat, lest ihr im Rennbericht. Habt ihr Fragen zu einem Teil davon oder schwört auf etwas ganz anderes? Schreibt es mir.

*Max*